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Halbtonrasterdarstellung eines Vogels mit Fokus auf das Auge in Violett- und Weißtönen
MK:

Kokain

nach dem Roman von Pitigrilli
Regieprojekt von Melina Dressler

 Werkraum
 Premiere: 2.7.2026
 Thematisierung von Drogenkonsum, Suizid und sexueller Gewalt
 10 €, ermäßigt 5 €
 Werkraum
 Premiere: 2.7.2026
 Thematisierung von Drogenkonsum, Suizid und sexueller Gewalt
 10 €, ermäßigt 5 €

Kontrollieren Sie Ihre Bedürfnisse?

Manche Menschen konsumieren, um mehr zu fühlen. Andere, um überhaupt noch etwas zu fühlen. Mit dieser Inszenierung werden Sie Kokain konsumieren. Ob Sie wollen oder nicht.

Pitigrillis Skandalroman „Kokain“ erschien 1921 und erzählt vom Europa der Zwischenkriegszeit: von einer jungen Generation zwischen Erschöpfung und Exzess, Größenfantasien und Orientierungslosigkeit. Seine schonungslos zynische Sprache und präzise Gesellschaftsbeobachtung wirken bis heute erstaunlich gegenwärtig.

Im Zentrum steht Tito Arnaudi: Journalist, Hochstapler, Performer seiner selbst. Er konsumiert nicht nur Kokain, sondern Möglichkeiten — Erfolg, Aufmerksamkeit, Beziehungen, Intensität. Zwischen einer dekadenten Gesellschaft, journalistischen Machtspielen und obsessiven Beziehungen zur selbstbestimmten Maud und der mondänen Kalantan verschwimmen Realität, Halluzination und moralische Grenzen zunehmend. Während Tito immer tiefer in Abhängigkeit und Lebensverneinung gerät, versuchen Maud und Kalantan auf unterschiedliche Weise, in dieser Welt zu bestehen: durch Anpassung, gesellschaftlichen Aufstieg oder radikale Selbstinszenierung. Auch Pietro und die Zeitungsdirektorin bewegen sich mit bitterem Humor durch eine Gesellschaft, die längst verlernt hat, zur Ruhe zu kommen. „Die ersten Dinge, die das Kokain vernichtet, sind der Wille und die Scham“, schreibt Pitigrilli.

Die Bühnenadaption erzählt von Ausbrüchen und den Konsequenzen von Grenzenlosigkeit, von Menschen, die zwischen Drogenrausch, emotionaler Leere und dem Wunsch taumeln, sich selbst und der Welt zu entkommen. Wann kippt Rausch in Abhängigkeit? Und wie viel braucht es davon, um in dieser Welt bestehen zu können?

  • Kostümmitarbeit und Ausstattungsassistenz Alicia Quigley
  • Maske Tereza Bratković
  • Regieassistenz Annika Schäfer
  • Dramaturgieassistenz Manuel Rechsteiner
  • Bühnenbildhospitanz Bruno Hönninger
  • Grafikdesign Nicolai Früchtl
  • Technische Produktionsleitung Adrian Bette
  • Konstruktion Kilian Klingler
  • Bühnenmeister Daniel Rau
  • Bühne Lizzi Aistermann, Klaus Möbius
  • Beleuchtung Manuel Sebastian Giesek
  • Ton Leo Algrang
  • Schreinerei Sebastian Nebe, Freya Mueller, Ellen Bosse, Wolfgang Mechmann
  • Schlosserei Friedrich Würzhuber, Jürgen Goudenhooft
  • Tapeziererei Maria Hörger, Anja Gebauer, Tim Hagemeyer
  • Malsaal Jeanette Raue, Jasmin Budde
  • Theaterplastik Maximilian Biek
  • Aufführungsrechte Tiziana Catenazzo Furlan
  • Mit herzlichem Dank an  Elsa-Sophie Jach, Tiziana Catenazzo Furlan, Anne Habermehl, Jonas Schlögl, Lena Klesy, Kilian Seiler, Lenny Laule, Rio Bar, Johanna Seggelke und Boris Gavrilović