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Eine Münchner Erinnerungsrevue
Von Avishai Milstein
Der „Messias der Überlebenden“ – gründlich vergessen!
Kennen Sie Philipp Auerbach? Der erfolgreiche Unternehmer überstand Auschwitz, er wurde 1945 in München von den Amerikanern als „Staatskommissar für rassisch, politisch und religiös Verfolgte“ eingesetzt. Für viele war er eine Art „Messias“, der überlebenden Juden*Jüdinnen zur Ausreise nach Israel verhalf. Gleichzeitig wollte er jüdisches Leben in Deutschland wieder etablieren. Auerbach endete tragisch: Seine Behörde wurde geschlossen, ein Münchner Gericht verurteilte ihn 1952 wegen Korruption und Veruntreuung von Staatsgeldern, Auerbach beging Suizid. Zwei Jahre später wurde er rehabilitiert. Und gründlich vergessen!
Avishai Milstein, 1964 in Tel Aviv geboren, destilliert mit schonungslos schwarzem Humor wahre und erfundene Begegnungen aus Auerbachs hart geprüfter Existenz und konfrontiert uns in seiner Erinnerungsrevue mit unserem eigenen Versagen und Vergessen. In einer näheren Zukunft, in der es so gut wie kein jüdisches Leben in Deutschland mehr gibt, aber eben auch keine Theater, probt eine Antisemitismusbeauftragte an einer „Auerbach-Gedenkrevue“. Die Probe läuft aus dem Ruder, als der Hauptdarsteller sich als Jude zu erkennen gibt und sich nicht an das für ihn vorgesehene Drehbuch halten will.
Fulminante Live-Musik, ein Ensemble, das sich um Kopf und Kragen spielt, und ein Autor, der uns in unsere eigenen Abgründe jagt: „Was bloß ist schiefgelaufen mit den Juden in Deutschland? Warum sind sie nicht mehr da?“
Sie sind wieder da. Überall.
Die ruchbaren Henker der Seelen
Man hört die Erniedrigten allerorten
Nach Würde und Ehre krakeelen,
Die Besiegten beanspruchen die Zukunft!
– Song aus „Play Auerbach!“, Avishai Milstein
- Mit André Benndorff, Johanna Eiworth, Samuel Finzi, Annika Neugart, Wiebke Puls, Edmund Telgenkämper, Martin Weigel
- Live-Musik Rainer Süßmilch, Philipp Haagen
- Regie Sandra Strunz
- Bühne Annette Kurz
- Kostüme Sabine Kohlstedt
- Musikalische Leitung / Komposition Rainer Süßmilch, Philipp Haagen
- Licht Design Stephan Mariani
- Choreographie Lisi Estaras
- Dramaturgie Viola Hasselberg, Anna Laner, Stella Leder (Institut für Neue Soziale Plastik)
- Mitarbeit Text Marisa Wendt
- Regiassistent Jakob Elija Seeberger
- Bühnenbildassistenz Hans Werner
- Kostümassistenz Jacqueline Elaine Koch
- Inspizienz Hanno Nehring
- Soufflage Daphne Chatzopoulos
- Regiehospitanz Simon Wimmer
- Bühnenbildhospitanz Linda Behringer
- Kostümhospitanz Emilia Parada-Berger
- Künstlerische Produktionsleitung Josh Menges
- Technische Produktionsleitung Jonas Pim Simon
- Bühnenmeister Marcel Homack
- Bühnenmaschinerie Ulrich Heyer
- Stellwerk William Grüger
- Beleuchtung Felix Adams, Daniel Prütz, Louis Nickel
- Ton Korbinian Wegler, Quirin Schacherl
- Maske Sylvia Janka, Sofie Reindl-Grüger, Mai Strathmann
- Kostüm Teresa Winkelmann, Bernd Canavan, Maria Popp
- Requisite Julia Molloy, Manuel Kößler
- Schlosserei Friedrich Würzhuber, Jürgen Goudenhooft
- Schreinerei Sebastian Nebe, Ellen Bosse, Wolfgang Mechmann, Franz Wallner, Michael Buhl
- Tapeziererei Anja Gebauer, Maria Hörger, Tim Hagemeyer, Tobias Herzog
- Malsaal Evi Eschenbach, Jeanette Raue, Natalie Knäble, Ingrid Weindl
- Theaterplastik Maximilian Biek
- Aufführungsrechte Drei Masken Verlag
- Foto credits Julian Baumann
Pressestimmen
„Ein Besetzungs-Coup ist Schauspieler Samuel Finzi, der seine eigene Verletzbarkeit als Jude im hiesigen Schauspielbusiness einbringt.“
Termine & Tickets
-
Di 27.1. 20:00 – 22:15
Einführung ab 19:30
Anschl. Nachtgespräch im Habibi Kiosk
Dienstags-Abo -
Mi 18.2. 20:00 – 22:15
Einführung ab 19:30
-
Do 19.2. 20:00 – 22:15
-
Mi 25.2. 20:00 – 22:15
Anschl. Publikumsgespräch
Mittwochs-Abo
- Schauspielhaus
- Uraufführung
- Premiere: 4.12.2025
- 2 Stunden 15 Minuten
- Mit englischen Übertiteln
- Do-Sa: 15-45 €, So-Mi: 10-40 €, unter 30 Jahren jede Platzkategorie: 10 €