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März 2021

Fabian Moraw, was isst du?

Fabian Moraw isst gesund, aber auch Pommes und Schnitzel.

Was tust du?
Essen, trinken und Schlitten fahren, wenn Schnee liegt

Was lässt du?
Mir zu viele Gedanken machen

Was isst du?
Gesundes Essen, aber auch gerne Schnitzel mit Pommes

Was liest du?
Spiegelhefte und ein Buch von Rosamunde Pilcher – Wolken am Horizont

Was hasst du?
Nichts

Was liebst du?
Meine Freundin Anna

Was nimmst du?
Manchmal Kreislauftropfen

Was gibst du?
Ich rede gerne mit anderen Menschen

Wohin gehst du?
Gerne ins Theater – geht aber gerade nicht.

Was geht gar nicht?
Dunkelheit – lange Nächte und kurze Tage.

Extrafrage: „Die Wirklichkeit nicht in Ruhe lassen“. Was heißt das für dich?
Ich arbeite daran, gerne auch mit Freunden.

Fabian Moraw, 22, Schauspieler

Ulrike Guérot hasst Hass.

Was tust du?
Seit langem mal faulenzen.

Was lässt du?
Fast alles.

Was isst du?
Morgens Haferflocken, abends Linsensuppe.

Was liest du?
Markus Gabriel: Fiktionen

Was hasst du?
Hass zerfrisst die Seele.

Was liebst du?
Yoga, Tee, Kerzenlicht & Bücher.

Was nimmst du?
Ich nehme von der Vorgabe.

Was gibst du?
„Je me donne“, Édith Piaf)

Wohin gehst du?
Amor Fati.

Was geht gar nicht?
Wer nicht will, findet Gründe; wer will, findet Wege.

Extrafrage: „Die Wirklichkeit nicht in Ruhe lassen“. Was heißt das für dich?
Welche Wirklichkeit? “We should imagine the nature of the universe as created by mind alone” (Teachings of the Buddha)

Ulrike Guerot, 56, Professorin für Politikwissenschaft und Gründerin des European Democracy Lab e.V., Berlin

Janina Loh knetet gerade brav ihre Anti-Stress-Gurke.

Was tust du?
Gerade knete ich brav meine Anti-Stress Gurke, die mir meine Schwester (Kinder- und Jugend-Psychotherapeutin) zu Weihnachten geschenkt hat.

Was lässt du?
Hoffnungslosigkeit, Resignation, Frust, Angst!

Was isst du?
Gerade und sowieso eigentlich sehr häufig: Hüttenkäse

Was liest du?
(u.a.) Lann Hornscheidts und Lio Oppenländers Exit Gender sowie Paul B. Preciados TESTO Junkie

Was hasst du?
Das Patriarchat, die nur schwer zu erschütternde Arroganz des westlichen, weißen, männlichen, un-›behinderten‹, monogamen, heterosexuellen Menschen

Was liebst du?
Mein Polycule/meine Sorgegemeinschaft

Was nimmst Du?
Einen täglichen Energieschub durch eine Stunde Taekwondo

Was gibst Du?
Beth Hart zitierend: I give it everything I got!

Wohin gehst Du?
Dauerunruhig wie ich bin, gehe ich in diesem Jahr gleich zu mehrerem, nämlich zielstrebig zum 1. Dan (Schwarzgurt) im Taekwondo, zu meinem vierten Buch (über eine inklusive Ethik der Gefährt*innenschaft in den Wissensräumen; in academic terms die Habilitation) und ins Kino – bzw. auf die Kinoleinwand (siehe Wer Wir Waren von Marc Bauder).

Was geht gar nicht?
Rohe Leber, die ich als kleines Kind fatalerweise einmal mit Schokoladenpudding verwechselt habe

Extrafrage: »Die Wirklichkeit nicht in Ruhe lassen.« Was heißt das für Dich?
In meinen Augen ergibt das Sinn. Denn für das (für die), was (die) mir wichtig ist (sind), gehe ich die weitesten Wege, zeige ich den meisten Einsatz, bin ich bereit, den größten Preis zu zahlen. Die Wirklichkeit gehört dazu. Sie nicht in Ruhe zu lassen, heißt für mich, mich um sie zu bemühen, um sie zu kämpfen, mich für sie einzusetzen. Das tue ich – zumindest verstehe ich mich und meine Arbeit so.

Janina Loh, 36, Technikphilosophin und kritische Posthumanistin an der Universität Wien

Jörg Bernardy geht in den Wald.

Was tust du?
Lustwandeln, Denken, Schreiben.

Was lässt du?
Im Café sitzen.

Was isst du?
Nüsse.

Was liest du?
Schöne neue Welt.

Was hasst du?
Coronatests (tun in der Nase weh!).

Was liebst du?
Das Schicksal.

Was nimmst du?
Gerade: Propolisbonbon.

Was gibst du?
Gute Gedanken.

Wohin gehst du?
In den Wald.

Was geht gar nicht?
Fake News, Verschwörungstheorien, Hass, ach, so vieles.

Extrafrage: „Die Wirklichkeit nicht in Ruhe lassen“. Was heißt das für dich?
Eine Welt, die es nicht gibt, kann man auch nicht in Ruhe lassen.

Jörg Bernardy, 38, Philosoph & Autor

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